Thema für Mittwoch, 3.5.2006, von 13.45 - 15.30 Uhr,
dem letzter Arbeitstag im Projektangebot:
Vorstellung des Projektes vor Bildungs- und Sozialpolitikern
der Fraktionen und Diskussion der Ergebnisse, Abschlussgespräch.
· Alle 11 Jugendlichen aus den Klasse 10a, 10i, 10k und
10r waren rechtzeitig (wie immer und zu allen Terminen!) am schon
bekannten Treffpunkt am Eingang zur Bürgerschaft.
· Aus Platzgründen müssen wir das Fraktionsbüro
der SPD nutzen.
Das Material, Flip-Shart-Blätter die die Arbeit im Projekt,
seine Entwicklung in den nur 6 Treffen im Rahmen des AL-10 Projektes
zum Themenkomplex "Schulmeider, Schwänzer und Schulblocker"
(weitere Termine waren Besuche in verschiedenen pol. Gremien) und
den Ablaufplan zum heutigen Treffen werden aufgehängt, bzw.
bereit gelegt. Frau Wiedemeyer hat für den gewünschten
Butterkuchen und Kaltgetränke gesorgt. Die Gäste können
kommen!
· Die Gäste: Senator Willi Lemke, Bildungspolitische
Sprecherin der SPD Ulrike Hövelmann, Edith Wangenheim aus dem
Bereich Bildung und Soziales und Petra Krümpfer unsere Schulelternsprecherin
und als Beraterin in der Sozialdeputation tätig. (Weitere Politiker
hatten aus Termingründen abgesagt)
· Die Vorbereitung der Veranstaltung und Einteilung der Aufgaben
wurde von der Gruppe selbstständig erarbeitet und läuft
nach Plan:
1. Begrüßung und Kurzinfo zur bisherigen
Arbeit (Hildegard 10k)
2. Kurze Erläuterungen zur Arbeit der SV an der Pesta (Roland
und Kevin 10i)
3. AL-10 Projekt Lebensplanung, kurze Projekterklärung (Yasa
10a)
4. Wie das Thema im AL-10 Projekt bearbeitet wurde:
Kartenabfrage (Zwei Fragen: 1. Warum geht man zur Schule? 2. Warum
schwänzt man Schule?) durch Teams in 7 Klasse. Zusätzlich
kamen in die Auswertung auch Befragungsergebnisse aus Vertretungsunterricht
von Frau Drögemüller. Insg. Antworten von etwa 300 Jugendlichen
(5.-10. Jahrgang, alle Leistungsebenen, bei der Auswertung wurde
kein Unterschied bei den Argumenten festgestellt) (Svea und Hannes
10r)
5. Kartenabfrage Politiker: 1. Warum glauben Sie gehen Schüler
zur Schule 2. Warum glauben Sie gehen Schüler nicht zur Schule
Vergleich mit den Ergebnissen der Schülerbefragung (Svea und
Hannes 10r)
6. Vergleich der Schülerantworten mit denen der Politiker *:
Ein erster Vergleich zeigt eine große Übereinstimmung
mit den Schülerantworten.
7. Die beiden wichtigsten Ergebnisse der Schülerbefragung zum
Schwerpunkt Schul- und Unterrichtsmeider werden vorgestellt:
- Die Aussagen der Bereiche: Angst vor ..., Fürchte mich vor
..., ...darf nie mitmachen, ... sind unfreundlich usw. wurden zusammengefasst
zum Schwerpunkt Mobbing.
Vorstellen der Plakataktion "Mobbing: Hinschauen, Handeln"
als erste Reaktion durch die AL-Gruppe. (Björn 10i und Sascha
10k )
- Die Aussagen der Bereiche: ... Unterricht ist so langweilig und
uninteressant, macht keinen Spaß, schlechter Umgang mit Zeit
- einmal langweilig und dann Stress usw. wurden zusammengefasst
zum Schwerpunkt: Schlechter Unterricht (Manuel und Moussa 10i)
8. Reaktionen, Veränderungsvorschläge, Aktionen, Forderungen
...
- Lehrerfortbildungen: interessanterer Unterricht und Methoden und
bessere Zeiteinteilung
- Neben der Plakataktion zum Thema Mobbing (Vorgestellt in SV-Sitzung
und Gesamtkonferenz) - Fortbildungsangeboten für Lehrer und
Jugendliche zum Thema "Mobbing"
- Kommunikationsvertrag mit Schülern
- Das Schulgebäude muss funktionstüchtig (Licht, Wärme,
Gerüche...) und ansprechender (zum Wohlfühlen, mehr Platz
für anderen Unterricht, Lebensraum Schule...) (Florian 10i)
Zum Abschluss gab es eine Diskussion mit folgenden Schwerpunkten:
· Weiterarbeit am Thema im Rahmen der SV-Arbeit als Schülerinitiative
· Wem werden die Ergebnisse mitgeteilt? Wer hat Interesse
daran? (Neben Schulleitung, Kollegium und Eltern sind es weitere
Behördenvertreter, mit denen z.T. schon über die SV-Arbeit
Kontakt besteht: F. von Ilsemann, F. Wassener, H. Feuser, F. Reese,
F. Fögen (BLK-Dll Projekt) und Schups. F. Kampe wurde als Ansprechpartnerin
zur Unterstützung genannt. )
· Vergleich mit "offiziellen" Untersuchungen zum
Thema: Unterstützung durch Frau Kampe.
· Wertigkeit von soz. und pol. Engagement (Zertifikate, Bescheinigung,
persönliche Engagementliste) bei schriftlicher und mündlicher
Bewerbung
· Zukunftsperspektiven der AL-10 Gruppe: Alle haben "Anschlussprojekte"
sowohl SEK II, Ausbildung, Handelsschule und Schul/Ausbildungs Kombis
bzw. langfristiger Amerikaaufenthalt.
· Sind Herkunft und "Revier" dominierend bzw. welchen
Einfluss haben Schulklima (Aussagen: "Ich komme von einer anderen
Schule an der ich viel Stress ausgesetzt war, hier an Pesta ist
es ruhiger und freundlicher" "Ich weiß, dass ich
auch auf dem Schulweg anständig verhalten muss ... Schule kümmert
sich und reagiert auf Fehlverhalten") und Projekte zur Persönlichkeitsentwicklung
und Lebensplanung?
· Wie passen die Aussagen der Jugendlichen und die Erfahrung
der Politiker mit unserer Schule zu den Ergebnissen im Rahmen des
AL-10 Projektes?
*Antworten der Politiker
Warum glauben Sie gehen Schüler zur Schule?
Spaß an der Schule - Sich angenommen und akzeptiert fühlen
- Weil sie Freunde in der Schule treffen (2X) - Lehrer sind nett
und hilfsbereit -
Es bringt Spaß etwas zu lernen - Sich angenommen und akzeptiert
fühlen - Spaß an der Schule - Mit dem Lernort identifizieren
- Weil sie was lernen wollen - Weil sie stolz drauf sind
Warum glauben Sie gehen Schüler nicht zur Schule?
Weil ich wenig Spaß dort habe - Weil ich von Lehrern nicht
ernst genommen werde - Weil die Anforderungen zu hoch sind - Weil
ich Probleme mit Mitschülern habe - Weil sich keiner dafür
interessiert, ob ich zur Schule gehe - Weil SchülerInnen ihre
Lernsituation für aussichtslos halten - Schüler werden
gemobbt - Keine Lust aufzustehen - Lehrer sind nicht nett - ...
weil sie denken es lohnt sich nicht - ... weil sie nicht die Aufgaben
gemacht haben - ...weil sie Angst haben - ...weil sie die Sprache
nicht verstehen - Weil sich Schüler nicht "ernst"
genommen fühlen - Leistungsdruck zu groß
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