AL-10 Projektangebot 26: Politische Bürgerbeteiligung
"Wir bewegen was -
was kann man gegen Schulvermeider tun?"


Thema für Mittwoch, 3.5.2006, von 13.45 - 15.30 Uhr,
dem letzter Arbeitstag im Projektangebot:
Vorstellung des Projektes vor Bildungs- und Sozialpolitikern der Fraktionen und Diskussion der Ergebnisse, Abschlussgespräch.

· Alle 11 Jugendlichen aus den Klasse 10a, 10i, 10k und 10r waren rechtzeitig (wie immer und zu allen Terminen!) am schon bekannten Treffpunkt am Eingang zur Bürgerschaft.
· Aus Platzgründen müssen wir das Fraktionsbüro der SPD nutzen.
Das Material, Flip-Shart-Blätter die die Arbeit im Projekt, seine Entwicklung in den nur 6 Treffen im Rahmen des AL-10 Projektes zum Themenkomplex "Schulmeider, Schwänzer und Schulblocker" (weitere Termine waren Besuche in verschiedenen pol. Gremien) und den Ablaufplan zum heutigen Treffen werden aufgehängt, bzw. bereit gelegt. Frau Wiedemeyer hat für den gewünschten Butterkuchen und Kaltgetränke gesorgt. Die Gäste können kommen!
· Die Gäste: Senator Willi Lemke, Bildungspolitische Sprecherin der SPD Ulrike Hövelmann, Edith Wangenheim aus dem Bereich Bildung und Soziales und Petra Krümpfer unsere Schulelternsprecherin und als Beraterin in der Sozialdeputation tätig. (Weitere Politiker hatten aus Termingründen abgesagt)
· Die Vorbereitung der Veranstaltung und Einteilung der Aufgaben wurde von der Gruppe selbstständig erarbeitet und läuft nach Plan:
1. Begrüßung und Kurzinfo zur bisherigen Arbeit (Hildegard 10k)
2. Kurze Erläuterungen zur Arbeit der SV an der Pesta (Roland und Kevin 10i)
3. AL-10 Projekt Lebensplanung, kurze Projekterklärung (Yasa 10a)
4. Wie das Thema im AL-10 Projekt bearbeitet wurde:
Kartenabfrage (Zwei Fragen: 1. Warum geht man zur Schule? 2. Warum schwänzt man Schule?) durch Teams in 7 Klasse. Zusätzlich kamen in die Auswertung auch Befragungsergebnisse aus Vertretungsunterricht von Frau Drögemüller. Insg. Antworten von etwa 300 Jugendlichen (5.-10. Jahrgang, alle Leistungsebenen, bei der Auswertung wurde kein Unterschied bei den Argumenten festgestellt) (Svea und Hannes 10r)
5. Kartenabfrage Politiker: 1. Warum glauben Sie gehen Schüler zur Schule 2. Warum glauben Sie gehen Schüler nicht zur Schule Vergleich mit den Ergebnissen der Schülerbefragung (Svea und Hannes 10r)
6. Vergleich der Schülerantworten mit denen der Politiker *: Ein erster Vergleich zeigt eine große Übereinstimmung mit den Schülerantworten.
7. Die beiden wichtigsten Ergebnisse der Schülerbefragung zum Schwerpunkt Schul- und Unterrichtsmeider werden vorgestellt:
- Die Aussagen der Bereiche: Angst vor ..., Fürchte mich vor ..., ...darf nie mitmachen, ... sind unfreundlich usw. wurden zusammengefasst zum Schwerpunkt Mobbing.
Vorstellen der Plakataktion "Mobbing: Hinschauen, Handeln" als erste Reaktion durch die AL-Gruppe. (Björn 10i und Sascha 10k )
- Die Aussagen der Bereiche: ... Unterricht ist so langweilig und uninteressant, macht keinen Spaß, schlechter Umgang mit Zeit - einmal langweilig und dann Stress usw. wurden zusammengefasst zum Schwerpunkt: Schlechter Unterricht (Manuel und Moussa 10i)
8. Reaktionen, Veränderungsvorschläge, Aktionen, Forderungen ...
- Lehrerfortbildungen: interessanterer Unterricht und Methoden und bessere Zeiteinteilung
- Neben der Plakataktion zum Thema Mobbing (Vorgestellt in SV-Sitzung und Gesamtkonferenz) - Fortbildungsangeboten für Lehrer und Jugendliche zum Thema "Mobbing"
- Kommunikationsvertrag mit Schülern
- Das Schulgebäude muss funktionstüchtig (Licht, Wärme, Gerüche...) und ansprechender (zum Wohlfühlen, mehr Platz für anderen Unterricht, Lebensraum Schule...) (Florian 10i)

Zum Abschluss gab es eine Diskussion mit folgenden Schwerpunkten:
· Weiterarbeit am Thema im Rahmen der SV-Arbeit als Schülerinitiative
· Wem werden die Ergebnisse mitgeteilt? Wer hat Interesse daran? (Neben Schulleitung, Kollegium und Eltern sind es weitere Behördenvertreter, mit denen z.T. schon über die SV-Arbeit Kontakt besteht: F. von Ilsemann, F. Wassener, H. Feuser, F. Reese, F. Fögen (BLK-Dll Projekt) und Schups. F. Kampe wurde als Ansprechpartnerin zur Unterstützung genannt. )
· Vergleich mit "offiziellen" Untersuchungen zum Thema: Unterstützung durch Frau Kampe.
· Wertigkeit von soz. und pol. Engagement (Zertifikate, Bescheinigung, persönliche Engagementliste) bei schriftlicher und mündlicher Bewerbung
· Zukunftsperspektiven der AL-10 Gruppe: Alle haben "Anschlussprojekte" sowohl SEK II, Ausbildung, Handelsschule und Schul/Ausbildungs Kombis bzw. langfristiger Amerikaaufenthalt.
· Sind Herkunft und "Revier" dominierend bzw. welchen Einfluss haben Schulklima (Aussagen: "Ich komme von einer anderen Schule an der ich viel Stress ausgesetzt war, hier an Pesta ist es ruhiger und freundlicher" "Ich weiß, dass ich auch auf dem Schulweg anständig verhalten muss ... Schule kümmert sich und reagiert auf Fehlverhalten") und Projekte zur Persönlichkeitsentwicklung und Lebensplanung?
· Wie passen die Aussagen der Jugendlichen und die Erfahrung der Politiker mit unserer Schule zu den Ergebnissen im Rahmen des AL-10 Projektes?

*Antworten der Politiker
Warum glauben Sie gehen Schüler zur Schule?
Spaß an der Schule - Sich angenommen und akzeptiert fühlen - Weil sie Freunde in der Schule treffen (2X) - Lehrer sind nett und hilfsbereit -
Es bringt Spaß etwas zu lernen - Sich angenommen und akzeptiert fühlen - Spaß an der Schule - Mit dem Lernort identifizieren - Weil sie was lernen wollen - Weil sie stolz drauf sind
Warum glauben Sie gehen Schüler nicht zur Schule?
Weil ich wenig Spaß dort habe - Weil ich von Lehrern nicht ernst genommen werde - Weil die Anforderungen zu hoch sind - Weil ich Probleme mit Mitschülern habe - Weil sich keiner dafür interessiert, ob ich zur Schule gehe - Weil SchülerInnen ihre Lernsituation für aussichtslos halten - Schüler werden gemobbt - Keine Lust aufzustehen - Lehrer sind nicht nett - ... weil sie denken es lohnt sich nicht - ... weil sie nicht die Aufgaben gemacht haben - ...weil sie Angst haben - ...weil sie die Sprache nicht verstehen - Weil sich Schüler nicht "ernst" genommen fühlen - Leistungsdruck zu groß