Projekt "Sitzmauer mit dem Bau-ABC Rostrup
  Mit einem kleinen Grillfest wurde die neue Sitzmauer eingeweiht.
     
  Es waren viele Gäste da.
     
  Herr Schmaeck hielt eine Ansprache.
     
  Auf Stelltafeln wurde die Arbeit an der Mauer dokumentiert.
     
  Pressetext über das Projekt
Projekt ,Sitzmauer" auf dem Schulhof der Johann-Heinrich-Pestalozzi-Schule in Bremen

Seit 2001 besteht zwischen dem Bau-ABC Rostrup and der Johann-Heinrich-PestalozziSchule eine regelmäßige Kooperation zur Berufsorientierung. Die Schuler and Lehrer des 9. Jahrgangs arbeiten wahrend eines Tages im Bau-ABC Rostrup, dem überbetrieblichen Ausbildungscentrum der Bauwirtschaft Niedersachsen-Bremen in Bad Zwischenahn. Unter Anleitung von Bau-Auszubildenden erleben die Schuler im Bau-ABC Rostrup in unterschiedlichen Baugewerken die handwerklichen Erfordernisse des Maurers, Zimmermanns, Fliesenlegers oder Straßenbauers.

Diese Kooperation ist Teil eines durch den Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen finanzierten Großprojektes mit dem Ziel, Schuler durch handwerklich-praktisches Lernen frühzeitig an die Erfordernisse des Berufslebens heranzuführen
Das Bau-ABC Rostrup macht darüber hinaus das Angebot, bei Projekten in den Schulen zu helfen, um den Schülern über eine größere, mehrtägig zu bearbeitende Aufgabe neue Erfahrungen im Umgang mit anstrengender Arbeit, mit Materialien and Arbeitsorganisation zu ermöglichen. Daraus ergeben sich praktische Anwendungsmöglichkeiten des Lernstoffes unterschiedlicher allgemeinbildender Unterrichtsfächer. Zum Beispiel das berechnen einer Flache oder von Gefälleprozenten als zwingende Grundlage zur Erstellung des geplanten Schulprojektes.

Im Rahmen eines solchen Schul-Projektes sollte eine auf dem Schulhof der PestalozziSchule befindliche Betonmauer durch eine Mauer aus Klinkersteinen ersetzet werden. Ein davor liegendes, mit Randsteinen befestigtes Blumenbeet sollte durch eine Pflasterung ersetzt werden. In einem gemeinsamen Planungsgespräch wurde die Idee des Klasse als durchführbar festgestellt and die konkrete Planung konnte beginnen.
Schüler wurden im Mathematikunterricht vor die Aufgabe gestellt zu berechnen, wie viele Steine and wie viel Mörtel benötigt werden.
Die Schuler holten einen Kostenvoranschlag im Baustoffhandel ein. Die erforderlichen Antrage wurden gestellt.
Arbeitsschritte mit zeitlichem Ablaufraster wurden festgelegt:
Bis zur 20. Kalenderwoche sollte von Schülern and Lehrern die vorhandene Mauer freigelegt, die Mauer bis auf Hohe der Pflasterung zuruckgebaut, die Randeinfassung ausgegraben , die Pflasterflache mindestens 25 cm tief ausgehoben and Bauschutt entsorgt werden. Das Material musste bestellt werden. In der 20. Kalenderwoche sollte dann mit Unterstutzung durch Bau-Auszubildende von den Schülern das Fundament begradigt, die Sitzmauer aufgemauert and die Pflasterung erstellt werden.

Am Projekt waren die Schuler der beiden Hauptschulklassen 9a and 9c beteiligt. Sie gingen mit viel Elan an die Arbeit. Sogar an ihrem Ferientag arbeiteten einige! Die Vorarbeiten erwiesen sich jedoch schwieriger als erwartet. Die abzutragende Erde war durchsetzt mit Bauschutt and Wurzelverästelungen. Die Betonmauer war so stabil, als sollte sie noch Jahrtausende überstehen. Die Büsche auf dem Beet hatten Wurzeln, die gar nicht enden wollten. Die Beeteinfassung war so stabil, dass ein Lastwagen darüber fahren konnte, ohne etwas zu bewegen. Die Werkzeuge bestanden aus Vorschlaghammer, Spaten, Schaufel, Schiebkarre.

Dank des DurchhaltewiIlens alter Beteiligten, der spontanen Hilfe eines Vaters einer Schülerin, der mit Hilfe eines Boschhammers einen Tag die Mauer bearbeitete, der Hilfe durch den Hausmeisters, der die schwierig zu beseitigenden Reste der Mauer entfernte, schafften es die Schuler and Lehrer, den Termin einzuhalten.

Ziele des Projekts
Den Schülern sollen durch diese Projekttage Arbeitserfahrungen ermöglicht and Unterstutzung bei der Entwicklung eigener Berufsperspektiven gegeben werden. Dabei werden den Schülern über die größeren, ganztägig zu bearbeitenden Aufgaben neue Erfahrungen im Umgang mit anstrengender Arbeit, mit Materialien and Arbeitsorganisation ermöglicht. Es ergeben sich praktische Anwendungsmöglichkeiten des Lernstoffes unterschiedlicher allgemein bildender Unterrichtsfächer.
Projekte wie dieses sind geeignet, Kooperationen and Formen der Zusammenarbeit zwischen Schulen and außerschulischen Bildungspartnern anzubahnen, auszubauen and die Praxisnahe des Schulalltages zu verbessern.
Die Bau-Auszubildenden, übernehmen die Anleitung für die Schuler. Sie sind dabei
nicht nur gute Ansprechpartner, die mit den Jugendlichen noch eine gemeinsame Sprache sprechen, sondern erleben sich selber ebenfalls in einer neuen Rolle and
können damit ihre eigene Motivation and ihr Engagement an die Schuler weitergeben.
Gesamteinschatzung
Die Schuler gingen mit sehr viel Engagement an die Arbeit. Einige merkten bald, dass sie körperlich an ihre Grenzen kamen, einige wuchsen über sich hinaus. Auch für die Lehrer waren diese Erfahrungen mit ihren Schülern neu. Einige Schuler waren durch die neue Herausforderung in der Schule wie umgewandelt and entwickelten auf einmal eine nicht erwartete Energie and einen beachtlichen Durchhaltewillen, wohingegen andere, die sich vorher als die "Größten" darstellten, sich vor der Arbeit drückten. Beeindruckend war für alle an der Schule, wie schnell die Aufbauarbeiten voranschritten. Viele Schuler and Lehrer der PestaIozzi-Schule standen in den Pausen an der ,Baustelle" and beobachteten interessiert die "Bau-Schüler" and ihre ,Ausbildungsmeister", die Auszubildenden, bei ihrer emsigen Geschäftigkeit.